Die mediterrane Ernährung – herzgesund von Anfang an

Die mediterrane Ernährung – herzgesund von Anfang an

Während eines Menschenlebens schlägt das Herz rund drei Milliarden Mal und pumpt gegen 250 Millionen Liter Blut in den Kreislauf – eine wahre Meisterleistung! Deshalb verdient es unser Herz, gut behandelt zu werden. Negative Veränderungen in den Gefässen sind jahrelang nicht spürbar.

Erst Durchblutungsstörungen oder Ereignisse wie Herzinfarkt bringen zum Vorschein, was sich jahrelang in den Gefässen entwickelt hat. Durch einen negativen Lebensstil können sich Ablagerungen in den Gefässwänden bilden, welche man als «Plaque» bezeichnet. Dieses Erscheinungsbild ist bekannt unter Arteriosklerose.

Gefährlich wird die Situation, wenn eine Plaque durch innere und äussere Einwirkungen reisst und sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) dadurch bildet. Dieser kann sich von der Gefässwand lösen und durch die Blutgefässe strömen. Verstopft ein solcher Thrombus dann ein Gefäss, wird die Blutzufuhr unterbrochen und es kommt zum Infarkt.

Was steckt hinter der mediterranen Ernährung?

Die Mediterrane Ernährung ist besonders herz- und gefässschützend. Bei der aus dem Mittelmeerraum stammenden Ernährung mit bekannten Ländern wie Griechenland, Spanien oder Italien geht es um die ursprüngliche Küche dieser Länder. Diese Ernährungsweise besteht aus viel frischem Gemüse, Kräutern, Fisch, Nüssen, Früchten und Olivenöl. Dazu kann gerne ab und zu ein Glas Wein genossen werden.

Das Gute an der mediterranen Ernährung ist, dass sie nicht von Verboten und Verzicht geprägt ist, sondern Genuss und Lebensfreude verkörpert. Dabei sind grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt. Nur die Menge und der Fokus auf bestimmte Lebensmittel machen den entscheidenden Unterschied.

Dieser Grundsatz gilt übrigens auch in der von der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung herausgegeben Ernährungspyramide, welche eine ausgewogene, für Schweizerinnen und Schweizer zu empfehlende Ernährung wiederspiegelt. Sie ist im Grundsatz zur mediterranen Ernährung sehr ähnlich. In der mediterranen Ernährung wird lediglich mehr Fokus auf Olivenöl und Fisch gesetzt und Milchprodukte spielen eine untergeordnete Rolle.

So ist die mediterrane Ernährung aufgebaut

Die Rolle des Olivenöls

Olivenöl hat in der mediterranen Ernährung einen grossen Stellenwert. Es enthält hohe Anteile an einfach ungesättigten Fettsäuren, von denen die «Ölsäure» der wichtigste Vertreter ist. Sie bewirken im Blut eine leichte Zunahme des HDL-Cholesterinspiegels («gutes» Cholesterin) und eine leichte Reduktion des LDL-Cholesterins («schlechtes» Cholesterin), was ein gutes HDL/LDL-Verhältnis im Blut begünstigt.

Olivenöl enthält auch viele Polyphenole, die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören. Sie haben ebenfalls viele positive Eigenschaften. Sie schützen u.a. als Antioxidantien vor dem Angriff freier Radikale und hemmen Entzündungsreaktionen im Körper. Aufgrund all dieser Eigenschaften wirken Polyphenole zusammen mit einfach ungesättigten Fettsäuren sich positiv auf die Herzgesundheit aus.

Verwendung des Olivenöls

Kaltgepresstes Olivenöl Extra Vergine eignet sich besonders für die kalte Küche wie Salate, Dips etc. Es kann aber wegen der stabilen Ölsäure auch für leichtes Andünsten von Gemüse verwendet werden. Es darf jedoch nie anfangen zu rauchen, was bei einer zu starken Erhitzung passieren würde. Für das scharfe Anbraten sollte unbedingt hocherhitzbares Öl, wie z.B. raffiniertes Olivenöl oder HOLL-Rapsöl verwendet werden.

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