Das liebe Oster-Ei und das Cholesterin

Das liebe Oster-Ei und das Cholesterin

Das Ei ist seit jeher ein beliebtes Nahrungsmittel. Doch immer wieder gerät es aufgrund des hohen Cholesteringehalts in Verruf. Hat das Ei wirklich einen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel?

Und welche gesundheitlichen und küchentechnischen Fakten gibt es rund um’s Ei? Diesen Themen gehen wir jetzt nach.

Die Facts zum Cholesterin

Lange Zeit stand fest, dass ein übermässiger Eikonsum hohe Blutcholesterinwerte, Ablagerungen in Gefässwänden und somit u.a. ein erhöhtes Herzinfarktrisiko mit sich bringt.

 Neue Daten zeigen aber, dass es kaum einen Zusammenhang zwischen dem hohen Blutcholesterinspiegel und dem durch die Nahrung aufgenommenen Cholesterin gibt.

Denn der lebensnotwendige Stoff „Cholesterin“, welcher im Eigelb und nicht etwa im Eiweiss vorkommt, wird nicht nur durch die Nahrung aufgenommen, sondern zu einem grossen Teil auch vom Körper selbst produziert. Im Körper sorgt er dafür, dass unser Stoffwechsel funktioniert, Zellwände, Hormone, Gallensäuren und Vitamin D gebildet werden können. Der gesunde Körper ist zudem ein wahres Wunderwerk und stellt automatisch die Eigenproduktion zurück, sobald mehr über die Nahrung aufgenommen wird.

Doch wie viel Ei ist nun empfehlenswert? Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung erläutert, dass 1 Portion 2-3 Eier enthält, diese jedoch nicht täglich als Proteinlieferant gegessen werden sollten. Über die Woche gesehen ist empfehlenswert, unterschiedliche Proteinquellen (z.B. Fleisch, Fisch, Tofu, Quorn oder Hülsenfrüchte) abwechslungsweise zu essen, da jeder Eiweisslieferant wiederum andere Nährstoffe mit sich bringt.

Somit steht auf alle Fälle dem «Ostereier-Tütsche» nichts im Wege.

Das Ei als wertvoller Nährstofflieferant

Das Hühnerei ist der für uns Menschen wertvollste Proteinlieferant (= Eiweiss). Die darin vorkommenden Proteinbestandteile, sogenannte Aminosäuren, können vom Körper optimal aufgenommen und verwertet werden. Kein anderes Nahrungsmittel bringt so gute Voraussetzungen mit! Gemessen wird dies durch die sogenannte biologische Wertigkeit, welche abhängig vom Gehalt an lebensnotwendigen Aminosäuren ist. Je höher dieser Gehalt im Protein, desto höher ist die biologische Wertigkeit. Das Hühnerei ist dabei der Referenzwert.

Wussten Sie, dass es anteilsmässig mehr Protein im Eigelb hat als im Eiweiss? Pro 100 g enthält Eigelb rund 17 g, wobei Eiweiss etwa 11 g Protein hat.

Das Ei enthält nicht nur die bereits erwähnten Inhaltstoffe, sondern auch viele Vitamine und Mineralstoffe, welche es zu einem besonders wertvollen Nahrungsmittel machen. Vitamin A, das für ein gutes Sehvermögen sorgt, u.a. Haut und Schleimhäute schützt sowie unser Immunsystem unterstützt, ist reichlich enthalten. Daneben kommen aber auch die anderen fettlöslichen Vitamine D, E und K vor, sowie wasserlösliche B-Vitamine. Natrium und Kalium sind primär im Eiweiss, Kalzium, Phosphor und Eisen im Eigelb vertreten.

Ostereierkochen - so läuft alles rund

Wer kennt es nicht? Das geplatzte Osterei während dem Kochen.

Hier gibt es verschiedene Tricks, um das Risiko vom Platzen oder Reissen der Schale zu verringern. Grund für das Platzen/Reissen ist rein physikalisch. Durch das Erwärmen, denen sich die Stoffe im Ei Volumenmässig unterschiedlich aus. Es entsteht ein Druck, so dass das Unglück passiert.

Eine Option ist, dass ein am flacheren Ende anpieksen. Durch dieses kleine Loch kann Luft entweichen. Bekannt ist auch die Zugabe von Essig oder Salz zum Kochwasser.

Ganz wichtig nebst diesen Tipps ist aber die Vermeidung von Temperaturunterschieden. Das heisst für hart gekochte Eier – Bedecken Sie die Eier mit kaltem Wasser und erhitzen Sie dieses kontinuierlich. Die Garzeit von ca. 6-8 Minuten startet ab dem Moment, in dem das Wasser sprudelt.

Auch wenn sämtliche Massnahmen umgesetzt werden, leider gibt es keine 100%-Garantie für ein «Nicht-Platzen»

Eine feine Verkostung

Klassisch mit Streuwürze, oder für solche die keinen Geschmacksverstärker haben möchten mit Aromix und etwas Schnittlauch oder Kresse garniert.

Als salzarme, aber sehr aromatische Variante ist das Herba-Mix perfekt geeignet.

Für Alle die das Ei pur mit Mayonnaise essen, haben wir einen Geheimtipp für den Osterbrunch bereit:

Oswald Sauce Hollandaise zubereiten, beliebig mit Schnittlauch, Bärlauch oder Rucola ergänzen und zum Ei servieren. Sie schmeckt nicht nur, sondern enthält zubereitet als Alternative zur herkömmlichen Mayo rund 1/3 weniger Kalorien.

Probieren Sie unsere feinen Rezepte:

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